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Wenn Zwei sich streiten… Anleitung zur Schlichtung

verfasst am: 17.08.2017

Gerade im beruflichen Umfeld gibt es immer wieder Situationen, wo zwischen zwei Parteien geschlichtet werden muss. Besonders geeignet dafür ist die Konfliktmediation nach Paul Watzlawick.

Wenn Sie also als Führungskraft zwischen zwei Parteien schlichten möchten, könnten die untenstehenden Schritte Ihnen ein hilfreicher Leitfaden sein.

Paul Watzlawick war ein bekannter Psychotherapeut, Kommunikationswissenschaftler und Autor. Im deutschsprachigen Raum wurde er vor allem durch seine Veröffentlichungen zur Kommunikationstheorie und den radikalen Konstruktivismus bekannt.

Zu seinen bekanntesten Werken zählen die „Anleitung zum Unglücklichsein“„Die Möglichkeit des Andersseins“ und „Vom Schlechten des Guten“.

Konfliktmediation nach Watzlawick

  1. Phase: Kontaktaufnahme und Klärung der Situation (was ist das Ziel des Treffens, die Rolle des Schlichters, Regeln des Umgangs und der Kommunikation)
  2. Phase: Formulierung des Themas/Themen der Sitzung (Am Flipchart und für alle Parteien sichtbar festhalten)
  3. Phase: Ansichten der Parteien zum Konflikt, die nacheinander und ohne Unterbrechung der Gegenpartei geäußert werden
  4. Phase: Jede Partei wiederholt die Position und die Interessen des anderen (Was habe ich gehört?), erst dann schildert die andere Partei ihre Sicht des Konflikts
  5. Phase: Visualisieren der Gemeinsamkeiten (Wo haben beide ähnliche Anliegen, Wünsche, Bedürfnisse, Verletzungen…)
  6. Phase: Welche Versuche zur Lösung wurden bisher unternommen und sind gescheitert? Mögliche Erklärungen, warum diese gescheitert sind, was wurde dann noch versucht?
  7. Phase: Erarbeiten von neuen Lösungsmöglichkeiten
  8. Phase: Lösung vereinbaren, Regelungen treffen, vorzugsweise verschriften
  9. Phase: Abschluss
  10. Phase: Umsetzungsphase zeitlich definieren (Ich würde empfehlen schon einen Termin zu vereinbaren, wo die gemachten Ergebnisse reflektiert werden und weitere Optimierungsmaßnahmen vereinbart werden. Das eliminiert mögliche „Alibi-Aktionen“ von Seiten der Konfliktparteien, wenn sie wissen, es wird überprüft und gegebenenfalls optimiert.

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