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Standard Reaktionen auf Kritik

verfasst am: 09.12.2015

Für viele Menschen beginnen Konflikte mit der Äußerung einer Kritik, oder dass was sie als Kritik empfinden. Die meisten meiner Kunden sagen mir, dass sie mit Kritik umgehen können, wenn sie gerechtfertigt ist. Nach über zwanzig Jahren in der Konfliktmediation würde ich sagen, die Reaktionen der meisten Menschen zeigen, dass sie selten mit Kritik umgehen können. Egal ob sie gerechtfertigt ist oder nicht. Die meisten von uns reagieren fast sofort, nachdem unser Gehirn glaubt zu erkennen, dass es sich bei der Äußerung  um eine Kritik handelt. Wir lassen den anderen nicht ausreden, wir unterbrechen und versuchen „die Kritik“ loszuwerden! Und oft versuchen wir auch sofort dem anderen zu beweisen, dass er unrecht hat. Und dass, obwohl wir die Kritik gar nicht bis zum Ende gehört haben. Leider führt unsere Reaktion oft dazu, dass wir und der andere erst recht in die sogenannte „Konfliktspirale“ einsteigen.

 

Was sind also einige Standard-Reaktionsmuster?

Erklärungen (wir erklären, warum…, leider hört der andere nur eine Rechtfertigung. Ehrlich gesagt will der andere zu diesem Zeitpunkt auch selten eine Erklärung…)

Gegenangriff (wir werfen dem anderen Dinge vor, um von uns abzulenken)

Keine Zeit (wir zeigen dem anderen, dass andere Dinge und/oder Menschen wichtiger sind)

Herunterspielen (wir machen uns lustig oder werden sarkastisch)

Weggehen (wir verlassen einfach das Gespräch, physisch oder psychisch)

Schweigen (wir reagieren gar nicht)

Anzweifeln („Das kann ich mir gar nicht vorstellen…“)

Schuldzuweisungsfragen („Warum hast Du nicht früher was gesagt?“)

Weinen (eher etwas, was Frauen machen)

Rache (wir überlegen, wie wir uns rächen können, z.B. durch üble Nachrede, Wissens-Vorenthaltung, etc.)

Nicht zuständig (wir verweisen auf andere)

Falsche Entschuldigungen (wir entschuldigen uns, meinen es aber nicht so)

Wir geloben Besserung („Ich werde versuchen mich zu ändern…“ – Versuche sind selten ernsthaft gemeint.)

Opferhaltung („Ich konnte gar nicht anders, weil…“)

Usw.

 

In den seltensten Fällen wird sich ernsthaft mit einer Kritik auseinandergesetzt und überlegt, was man selbst wirklich ändern kann. Im  Nachhinein wird zwar viel über die geäußerte Kritik gesprochen, sich aufgeregt und empört. Meistens gepaart mit einem „Langzeitgedächtnis“ wird Kritik so zu einer unangenehmen und vermeidenswerten Tatsache. Das wiederrum führt oft dazu, dass dann doch nicht aus gemachten Fehlern gelernt wird…

 

 

 

 

 

 

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