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Sind Männer und Frauen dann doch nicht gleich…

verfasst am: 21.03.2017

Selbst in der Medizin ist mittlerweile angekommen, dass Frauen und Männer unterschiedlich sind. Medikamenten-Studien, die mit männlichen Patienten durchgeführt wurden, sind nur bedingt repräsentativ, wenn es um Frauen geht. Und genauso ist es im Führungsalltag. Frauen ticken nun einmal anders als Männer und auch wenn es mittlerweile viel Literatur zum Thema: „Weibliche Führungskräfte“ gibt, so gibt es doch sehr wenig zum Thema: „Wie führe ich Frauen?“.

Was ist also zu beachten? Als erstes sollten Sie sich klar machen, dass viele Frauen einer doppelten oder dreifachen Belastung ausgesetzt sind. Neben ihrem Beruf müssen sie sich oft auch noch um Haushalt und Kinder kümmern. Der „emanzipierte Mann“ ist zwar langsam auf dem Vormarsch, aber in gewissen sozialen Schichten oder Altersgruppen noch gar nicht oder kaum vorhanden.

Das heißt, als Führungskraft sollten Sie das bei Ihrer Aufgabenverteilung und Planung berücksichtigen. Auch wenn Frauen nach dem Gesetz ihren männlichen Kollegen gleichgestellt sind, so steht hinter einem erfolgreichen und allseits verfügbarem Mann und Familienvater oft eine tüchtige Frau, die den Haushalt schmeißt und die Kinder betreut. Daher sind gerade Teilzeitmodelle oder flexible Arbeitszeiten für Frauen von Interesse.

Was aber nicht bedeuten soll, dass es nicht auch Frauen gibt, die sich der Karriere verschrieben haben. Doch gerade bei jüngeren Akademikerinnen ist eine Tendenz erkennbar, dass für sie Nicht-Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein K.-o.-Kriterium bei der Auswahl eines potentiellen Arbeitgebers sein kann.Und in Anbetracht des immer größer werdenden Fachkräftemangels ist es Zeit für Unternehmen und Führungskräfte umzudenken und entsprechende familienfreundliche Angebote, wie zum Beispiel Betriebskrippen, Home-Office, Teilzeitmodelle… anzubieten.

Das Frauen meistens gute Kommunikatoren sind, weiß mittlerweile fast jedes Kind. Das bedeutet aber auch, dass sie Wert auf das Gespräch legen und gehört werden wollen. Wenn Sie ihre Abteilung erfolgreich mit einem Anteil an Mitarbeiterinnen führen wollen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als immer wieder das Gespräch zu suchen. Gehen Sie nicht davon aus, dass „Frau“ schon kommt, wenn sie was will. Frauen sind selten Alpha-Tiere und eher gute Teamspieler.

Nur ein Beispiel:

Frauen wollen nicht verletzend sein

Sandra ärgert sich schon lange über ihre Kollegin. Immer wieder wälzt diese Arbeit auf Sandra ab und statt ihr mal zu sagen: „Schluss jetzt, mach‘ Deinen Kram selbst.“, macht sie immer gute Miene zum Spiel. Aber als sie den Chef mal „alleine“ erwischt, muss sie ihren Frust loswerden. Dieser ist total erstaunt über die Heftigkeit.

Ihr Harmoniebedürfnis führt oft zu Konflikten in Gruppen, da Konflikte nicht ausgetragen werden, sondern vieles „in sich hinein gefressen“ wird. Somit werden bestehende Konflikte selten thematisiert, und das obwohl Frauen gerne kommunizieren.  Höchstens mit den „lieben Kolleginnen“, die einem Sympathie entgegen bringen. Somit  schwelen Konflikte oftmals über einen längeren Zeitraum in der Gruppe und es können sich massive Fronten bilden. Das kann zu längeren Krankheitsausfällen und im Extremfall Mobbing führen.

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