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Neue Medien – Ein Segen oder doch Geißel der Berufstätigen?

verfasst am: 20.09.2016

Smartphones, Internet, Laptops, Tablet PCs, Datenwolken… Technik hat uns alles in allem produktiver gemacht als je zuvor. Deutsche Arbeitnehmer sind heute zweieinhalb Mal so produktiv wie 1970. Somit braucht man sich die Frage nicht mehr zu stellen, warum so viele Unternehmen immer mehr Geld in Technik stecken. Produktivitätssteigerung ist hier das magische Wort Nummer Eins. Kostenersparnis das Wort Nummer Zwei.

Gleichzeitig soll der Mitarbeiter flexibler, was Zeit und Ort angeht, arbeiten können. Das klingt doch super! Oder nicht? Was selten erwähnt wird, ist dass auch erwartet wird, dass der Mitarbeiter überall arbeitet, immer erreichbar ist und eine schnelle Reaktionszeit an den Tag legt. Die gute alte Post hat immer für eine Pufferzeit von ein paar Tagen gesorgt. Im Notfall ging auch mal was in der Pist verloren… Das kennen Sie vielleicht auch noch. Bei Emails erwartet man eine schnelle Resonanz. Spätestens am Ende des Tages, was bei vielen international tätigen Unternehmen schon zu spät sein kann. Und das eine mail im Spam gelandet ist, glaubt man Ihnen nur einmal, schließlich kann man Spam-Filter entsprechend einstellen.

Die Erwartungen sind hoch, besonders an Sie als Führungskraft, denn schließlich liegen viele Entscheidungen bei Ihnen. Und da ist es egal, ob Sie im Zug sitzen oder am eigenen Schreibtisch. Die mobile Technik macht es möglich, selbst auf der Toilette noch erreichbar zu sein. Schöne neue Arbeitswelt!

Ewige Erreichbarkeit im lokalen und globalen Universum

Viele Führungskräfte haben andauernd leer Akkus im Smartphone. Warum? Weil sie die Dinger nie ausstellen!

Beispiel:

Eigentlich waren sie nur zu viert…

Endlich hat es mal wieder geklappt, dass sich Jochen und seine Frau mit alten Freunden treffen und gemütlich zu Abend essen bei einem guten Italiener. Der Abend wäre richtig schön gewesen, wenn da nicht ewig „der Fünfte“ sich zu Wort gemeldet hätte. Mit einem leisen Vibrationssound machte er sich alle 20 Minuten bemerkbar und beim dritten Mal war die Stimmung am Tisch schon ziemlich im Keller…

Ein vernünftiges Maß beim Einsatz mobiler Geräte scheint für viele Menschen schwierig. Besonders Führungskräfte meinen, Sie müssten immer erreichbar sein. Das Smartphone bleibt an, Emails werden um 23 Uhr noch vom heimischen Schreibtisch aus beantwortet. Besonders gefährdet sind Chefs, die meinen, ohne sie bricht der Laden zusammen.

Doch bedenken Sie, welchen Druck Sie bei Mitarbeitern auslösen, wenn Sie Ihnen nachts noch mails schicken, außer der Mitarbeiter sitzt in einer anderen Zeitzone.

Tipp:

Legen Sie Zeiten fest, bis wann Sie telefonisch auf dem Handy erreichbar sind und kommunizieren Sie das entsprechend bei Ihren Mitarbeitern. Wochenenden und Urlaube sollten generell tabu sein.

Kann man mit neuen Medien ressourcenschonend umgehen?

Jeder Telefonanruf, jede mail führt zu einer Unterbrechung in Ihrem Tagesablauf. Zu wenig Auszeit von der ununterbrochenen Unterbrechung kann krank machen. Es belastet langfristig Psyche und Gesundheit. Die „Technik ist unbegrenzt beschleunigbar. Der Mensch nicht“, sagt Zeitforscher Geißler.

Neue Medien sind toll. Sie sparen teilweise Zeit, sie fressen aber auch Zeit und manchmal auch Nerven. Da heißt es: Ressourcen schonen.

Wie das gehen kann? Hier ein paar Tipps:

  • Machen Sie nichts schriftlich, was auch telefonisch erledigt werden kann.
  • Richten Sie feste „Erreichbarkeits-Zeiten“ ein.
  • Schalten Sie Ihr Handy ab einer gewissen Uhrzeit ab.
  • Nutzen Sie Ihr privates Handy nicht auch beruflich, das verleitet nur dazu, es auch an Wochenenden anzulassen.
  • Nehmen Sie Ihr Firmenhandy nicht mit in den Urlaub.
  • Mails nur zu bestimmten Zeiten beantworten und nicht permanent den Eingangskorb checken

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