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Das Führen von „virtuellen“ Mitarbeitern

verfasst am: 20.02.2017

Was, wenn Sie Ihre Mitarbeiter noch nie gesehen haben? Einer meiner Kunden, ein großer internationaler Verlag, beschäftigt 500 Inder sozusagen in Deutschland. Und diese Mitarbeiter „ sitzen“ aber in Indien. Ihre Aufgabe ist primär das Beheben von Software- und Schnittstellen-Problemen.

IT- Unternehmen arbeiten schon lange mit Entwickler-Teams im Ausland zusammen, zum Beispiel in Polen, Asien, Russland etc.

Ein britischer Dienstleister nutzt indische Assistentinnen, die die gesamte Korrespondenz und Organisation von Reisen, Konferenzen, bis hin zu Restaurantreservierungen  erledigen. Und das, ohne jemals vor Ort gewesen zu sein. Schon eine verrückte Welt!

Diese neue Art des Arbeitens ist mittlerweile ziemlich verbreitet. Laut einer Unfrage der WirtschaftsWoche unter den rund 160 in Deutschland börsennotierten Unternehmen: Die Befragten gaben an, unabhängig von Branche und Größe, dass die virtuelle Zusammenarbeit für sie eine „wachsende Rolle“ (64 Prozent) oder bereits eine „bedeutende Rolle“ (36 Prozent) spielt. Tendenz steigend.

Geschäftstätigkeiten die zukünftig immer mehr Abteilungs- und Länderübergreifend werden, erfordern eine permanente Entscheidungsbereitschaft und lückenlose Kommunikation. Also frischen Sie Ihr Englisch auf und lernen Sie mit der entsprechenden Technik umzugehen. Wenn Sie nicht bereit sind über den Tellerrand zu schauen, wird man Sie zurück lassen!

Wer virtuelle Teams führt, kann dies nur dank der neuen Medien tun. Chatten, skypen, Videokonferenzen sind da an der Tagesordnung. Außerdem liegen die Arbeitszeiten nicht mehr im deutschen Normbereich, da man ja mit den Mitarbeitern zu deren Arbeitszeiten kommunizieren muss. Wer hier als Führungskraft nicht flexibel, weltoffen und lernwillig ist, sitzt auf jeden Fall auf dem falschen Stuhl.

Tipp

Wenn Ihnen  also ein solcher Job angeboten wird, überlegen Sie sich gut, ob dieser zu Ihrer Persönlichkeit passt, denn sonst werden Sie garantiert unglücklich werden.

Sie sollten sich auf jeden Fall im Vorfeld folgende Fragen stellen:

Bin ich geeignet als „virtuelle Führungskraft“?

  • Sind meine Englischkenntnisse entsprechend oder bin ich bereit einen Englischkurs zu machen?
  • Wie sieht es aus mit meiner Technik-Affinität? Bin ich bereit schnell dazu zu lernen?
  • Kann ich mir vorstellen, Menschen zu führen, die ich eventuell nie „live“ sehen werde?
  • Bin ich bereit, auch außerhalb der „normalen Arbeitszeiten“ mobil erreichbar zu sein?
  • Kann ich schnell Entscheidungen treffen?
  • Habe ich Interesse an anderen Arbeitskulturen und bin ich bereit, mich entsprechend darauf einzustellen?
  • Kann ich Mitarbeiter „an der langen Leine“ arbeiten lassen oder brauche ich räumliche Nähe zu meinen Mitarbeitern?
  • Bin ich bereit, Mitarbeiter ihren eigenen Arbeitsstil zu erlauben, wenn das Gesamtergebnis stimmt?
  • Kann ich auch virtuell „klar“ kommunizieren oder bin ich besser im Vier-Augen-Gespräch?
  • Bin ich bereit für verstärkte Reisetätigkeit und kann ich mir vorstellen, auch im Zug oder Flugzeug konzentriert zu arbeiten? Egal ob permant Handys mit unterschiedlichen Klingeltönen dazwischen funken und mein Sitznachbar die letzte Betriebsversammlung in seinem Unternehmen lautstark telefonisch kommentiert.

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